Unsere Tierhaltung und unser Ackerbau bauen aufeinander auf. Die nachhaltige Produktion ernährt unsere Tiere, was sich in der Qualität unserer Produkte zeigt.

Wir sind die Krug´s

Zu unserer Familie gehören Anja (Mutter), Bernd, (Vater), Maximilian (Sohn, 25),  Johanna (Tochter, 22) und Elisabeth (Tochter, 16). Auf unserem Biobauernhof, auf dem wir leben, geben wir 80 Kühen und der dazugehörigen Nachzucht ein Zuhause, bewirtschaften 40 Hektar Wiesen und 80 Hektar Ackerland.

Unsere Tiere ernähren wir von den Pflanzen, die wir auf unseren Feldern anbauen. Sie fressen Gras, Mais und etwas Getreide. Außerdem liefern sie wertvollen Dünger für Felder und Wiesen. Als Biolandbetrieb betreiben wir eine sogenannte Kreislaufwirtschaft.

Das heißt: Wir bauen Nahrung für unsere Tiere an, diese verfüttern wir. Dann geben die Tiere uns Mist und Gülle zurück, welche wir wieder auf unseren Felder ausbringen. Davon können unsere Pflanzen wieder wachsen.

Auf unseren Äckern bauen wir außerdem Bio-Zuckerrüben an. Diese werden nach der Ernte im Herbst in der Zuckerfabrik in Warburg verarbeitet. Bei der Zuckerproduktion bleiben die sogenannten Pressschnitzeln übrig, welche vom Menschen nicht weiterverwendet werden können, sie sind jedoch super schmackhaft für Kühe. Die Zuckerfabrik gibt uns die Pressschnitzeln zurück und wir können sie an unsere Kühe verfüttern. Des Weiteren entsteht bei der Zuckerproduktion ein toller Dünger mit vielen Nährstoffen für unsere Felder, welchen wir ebenfalls zurückbekommen.

Als Biolandbetrieb sind wir darauf angewiesen eine weite, vielseitige Fruchtfolge einzuhalten. Das heißt: Am Anfang werden zwei Jahre hintereinander Kleegras angebaut. Dieses wird häufig gemäht, wodurch unerwünschte Kräuter und Gräser minimiert werden. Das Kleegras wird einsiliert (durch Milchsäuregärung haltbar gemacht) und an unsere Tiere verfüttert. Danach bauen wir Weizen an. Wenn dieser im Sommer geerntet ist, säen wir eine Zwischenfrucht als Gründüngung aus, um im Frühjahr Mais anbauen zu können. Dieser wird ebenfalls einsiliert und an unsere Tiere verfüttert. Um unsere Kühe mit Kraftfutter versorgen zu können, bauen wir danach ein Gemenge aus Triticale (Kreuzung zwischen Roggen und Weizen) und Erbsen an. Die Triticale stellt eine gute „Stützfrucht“ für die Erbsen dar. Das heißt, dass die Erbsen sich an der Triticale „festhalten“ können. Dadurch, dass zwei verschiedene Früchte zusammen auf einem Feld wachsen, ist im Boden eine gute Durchwurzelung gegeben. Das fördert das Bodenleben und somit auch die Bodenfruchtbarkeit. Im Großen und Ganzen achten wir darauf, dass wir Sommerfrucht und Winterfrucht im Wechsel anbauen. So können wir nachhaltig den Unkrautdruck senken.